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Carolin Kamenz

Why Network Marketing

Network Marketing – Ein Rechenbeispiel

Wie kommt eine Individualistin wie ich zum Network Marketing? Ich gebe es zu, mein Erstkontakt war nicht von Erfolg beseelt. Wie vermutlich vielen Menschen kam auch mir sofort der Begriff Schneeballsystem in den Kopf. Ich hatte einfach keine Ahnung. Ich entschied vorerst, da nicht mitzumachen. Nach einigen Versuchen, mich doch noch zu interessieren, gelang es meiner damaligen Sponsorin irgendwann, mich auf eine Veranstaltung zu ihr nach Hause einzuladen. Ich sagte mehr aus Höflichkeit und weniger aus Interesse zu. An dem Abend fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verstand, dass Network Marketing einfach nur ein anderer Vertriebsweg ist und mit irgendetwas Illegalem nichts zu tun hat. Ich wurde spontan Partnerin eines amerikanischen Network Unternehmens und lernte die Basics des Netzwerkens.

Bereits zwei Wochen später überraschte mich meine Sponsorin mit einem anderen Unternehmen. Ich war sofort hellhörig. Eine familiengeführte Firma aus Österreich, die Produkte zu 100% Natur, Nachhaltigkeit wird groß geschrieben. Nach ca. 20 minütiger Google Recherche stand meine Entscheidung fest. Ohne ein Produkt oder einen Katalog in der Hand gehabt zu haben, schickte ich meinen Online Partnerantrag ab. Der 18.12.2016 steht für eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich fand nicht nur ein neues Unternehmen, ich fand eine berufliche Heimat und zwar eine, die ich mir vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Und das ist absolut keine popularisierende Übertreibung. Schnell wusste ich, dass ich mit nur einem Network Unternehmen erfolgreich werden will und kann und widmete mich voll und ganz dem Geschäftsaufbau mit Ringana.

Was begeistert mich nun aber so sehr am Network Marketing? Es ist ein Geschäft, in dem es um Menschen geht. Klar, es werden Waren von A nach B bewegt und auch Geld. Aber im Grunde ist die Kommunikation, die persönliche Empfehlung das, was zählt. Menschen berichten Menschen von ihren Erfahrungen mit bestimmten Produkten und erhalten für eine erfolgreiche Empfehlung eine Provision.

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Interviews

Der Traum vom eigenen Laden

Wie oft habe ich diesen Satz gehört: „Ich hätte auch so gerne einen eigenen Laden.“ Der Traum vom eigenen Geschäft zieht sich durch alle Generationen und wird nicht nur hierzulande häufig geträumt. Da herrscht so eine romantische Vorstellung im Kopf. Morgens schön einen Kaffee unterwegs holen, entspannt aufsperren, sich am eigenen Sortiment erfreuen, nette Kunden bedienen, sein eigener Chef sein, einkaufen was das Herz begehrt, jeden Tag Bares auf Tasche und v.a. wenig Stress haben.

Nun, aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es so einfach und rosarot nicht ist, ein Shop-Inhaber zu sein. Mit meinem Partner habe ich innerhalb von sechs Jahren fünf Workaholic Stores aufgebaut und betrieben. Wir standen als Inhaber sehr oft selbst im Verkauf und hatten glorreiche wie schwierige Zeiten. Wir waren überzeugt von unserem Konzept, Mode und Musik auf einmalige Weise miteinander zu verbinden, fungierten als Plattform für diverse kleine Modelabels aus Berlin und entwickelten uns mit der Zeit zu einem der erfolgreichsten Hersteller und Verkäufer von Label/Artist-Merchandise Artikeln im Bereich elektronischer Musik.

Der Einzelhandelsmarkt hat sich in den letzten drei Jahren extrem verändert. Selbst in Berlin schließt eine Institution nach der anderen oder sieht man Neueröffner nach einem halben Jahr die Segel streichen. Einkaufsstraßen wie die Kastanienallee im Prenzlauer Berg oder die Kopernikusstraße in Friedrichshain erkennt man kaum noch wieder, da viele Schaufenster in kurzer Zeit mit neuen Logos geschmückt wurden. Der Hauptgrund dafür ist die Online-Konkurrenz. Webshops liefern so ziemlich alles und das meist innerhalb von zwei Tagen und ohne Versandkosten. Die großen Anbieter kaufen zu besseren Konditionen Waren ein, bieten das ganze Jahr über Sale und erreichen ihre Zielgruppe mittels hoher Marketing-Budgets täglich über diverse Kommunikationskanäle. Hinzu kommt, dass Innenstädte jedes Jahr einen Zuwachs an Filialen internationaler Mono-Brand-Stores und Konzerne wie Zara, H&M, Topshop, Primemark usw. verzeichnen. In Filialen dieser Anbieter findet der Kunde kostengünstige Modeartikel und mitunter jede Woche neue Kollektionen oder Produkte. Das Resultat für den kleinen Händler um die Ecke sind sinkende Umsätze und als Folge des Sale-Wahnsinns schrumpfende Gewinne. Im Fashion Segment ist dieser Trend besonders gut nachvollziehbar. Momentan und vielleicht auch in naher Zukunft einen inhabergeführten Laden zu eröffnen will sehr gut überlegt sein. Ich möchte nicht behaupten, dass dieses Vorhaben keinen Erfolg mehr erzielen kann. Aber ich weiß, dass es sehr schwierig ist, mit einem Einzelhandelsgeschäft Gewinn bringend zu wirtschaften.

Da ich stets dafür bin, realistisch optimistisch zu denken, werde ich in einer kleinen Serie von Blog-Artikeln die in meinen Augen wichtigsten Punkte beschreiben, welche für den Erfolg eines Stores im stationären Einzelhandel maßgeblich sind. Ich hoffe, damit euer Bewusstsein zu schärfen. Ich will den Finger in Unsicherheiten bohren. Denn Unsicherheiten sollten sichtbar sein, euch klar sein und im besten Fall beseitigt werden. Als Auftakt wähle ich den Faktor Standort. Ein Punkt, der von uns Workaholics mehrmals unterschätzt wurde und der uns viel Geld gekostet hat.

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